RECOSiC: Wie recyceltes Siliciumcarbid zum Hightech-Rohstoff wird
Siliciumcarbid (SiC) spielt eine zentrale Rolle in vielen Hochtechnologiebranchen – etwa in der Halbleiterindustrie, in Solaranlagen oder in der technischen Keramik. Der extrem harte und temperaturbeständige Werkstoff gilt als unverzichtbar für Anwendungen, bei denen höchste Materialanforderungen gefragt sind. Die Kehrseite: Die herkömmliche Herstellung von SiC ist sehr energieintensiv – und belastet das Klima erheblich. Bis zu 4,2 Tonnen CO₂ entstehen pro produzierter Tonne SiC, verursacht durch chemische Reaktionen und den dafür benötigten Strom. In einem globalen Markt, der zunehmend auf Nachhaltigkeit und Rohstoffeffizienz achtet, ist das ein wachsendes Problem. Genau hier setzt das RECOSiC-Verfahren an: Entwickelt von der ESK-SIC GmbH, einem Unternehmen der Schunk Group, in Kooperation mit dem Fraunhofer IKTS, ermöglicht es erstmals die stoffliche Rückführung von SiC-Reststoffen zu hochwertigem Rohmaterial – mit einer signifikant besseren CO₂-Bilanz und ganz im Sinne der industriellen Kreislaufwirtschaft.