deen

Zurück
Blogbeitrag

3D-gedruckte Satellitenspiegel aus Keramik: Schunks Beitrag zur Raumfahrttechnologie

Lesezeit: 2 Minute(n)
Datum: 17. November 2025
Luft- & Raumfahrt
Technische Keramik & 3D-Druck

Warum Siliziumcarbid für die Raumfahrt immer wichtiger wird

Im All herrschen extreme Bedingungen: enorme Temperaturschwankungen, hohe Belastungen beim Start und jahrelanger Einsatz ohne Wartung. Werkstoffe, die dort zuverlässig funktionieren sollen, müssen besondere Eigenschaften mitbringen. Siliziumcarbid (SiC) ist genau dafür gemacht. 

Es ist besonders leicht und steif, bleibt auch bei starken Temperatursprüngen maßhaltig und lässt sich so bearbeiten, dass hochpräzise optische Oberflächen entstehen. Damit ist es ideal für den Einsatz in Satellitenspiegeln oder anderen optischen Komponenten. 

Warum Siliziumcarbid für die Raumfahrt immer wichtiger wird

Formfreiheit trifft Präzision: 3D-Druck macht’s möglich

Mit dem eigens entwickelten 3D-Druckverfahren IntrinSiC® kann Schunk komplexe Bauteile aus Siliziumcarbid in einer Qualität fertigen, die in dieser Form kaum anders erreichbar ist. Gleichzeitig bringt der keramische 3D-Druck mehr Flexibilität im Design und spart Material – und damit auch Gewicht. 

Aktuell arbeitet das Team von Schunk Technical Ceramics an einem Projekt mit einem europäischen Raumfahrtunternehmen. Gemeinsam entstehen großformatige Spiegel mit bis zu 1,55 Metern Durchmesser – darunter auch ein Prototyp für die Europäische Weltraumorganisation ESA.

Kompetenz entlang der gesamten Fertigungskette

Ein wesentliches Merkmal: Schunk bringt alle notwendigen Prozessschritte unter einem Dach zusammen. Das beginnt bei der Pulverherstellung, geht über den 3D-Druck und die CVD-Beschichtung bis hin zur optischen Politur und Reinigung unter Reinraumbedingungen. 

Mit spezialisierten Einheiten innerhalb der Unternehmensgruppe – wie ESK-SiC, Schunk Ingenieurkeramik (SIK), Schunk Kohlenstofftechnik (SKT), OptoTech und Weiss Technik – lassen sich Bauteile vom Rohstoff bis zum Endprodukt durchgängig inhouse herstellen. Das bedeutet: kurze Wege, klare Verantwortlichkeiten und maximale Qualitätssicherung

Für optische Systeme mit höchsten Anforderungen

Keramische Komponenten aus dem 3D-Druck kommen in der Raumfahrt dort zum Einsatz, wo es auf höchste Präzision und Zuverlässigkeit ankommt – etwa bei: 

  • Spiegeln für optische oder infrarotbasierte Satellitensysteme 
  • Trägerstrukturen für Sensoren und optische Baugruppen 
  • Leichtbaukomponenten für wissenschaftliche Missionen 

Die Kombination aus Werkstoff und Fertigungstechnik erlaubt dabei eine neue Dimension der Bauteilgestaltung – besonders bei hohen Anforderungen an Stabilität, Gewicht und thermisches Verhalten

Fazit: Ein starkes Team für präzise Lösungen im All

Ob für Erdbeobachtung, Kommunikation oder Forschung – moderne Raumfahrtanwendungen verlangen nach Bauteilen, die mitdenken können: leicht, robust, präzise. Genau hier setzt Schunk an. Mit langjähriger Erfahrung in der technischen Keramik, einem ausgereiften 3D-Druckverfahren und einer eng verzahnten Fertigungskette bietet das Team in Willich Lösungen, die im Orbit bestehen. 

Ein Beitrag zur Raumfahrt – gemacht mit Präzision, Know-how und einem klaren Blick für die Anforderungen von morgen. 

 

Interessiert an weiteren Informationen? Entdecken Sie unsere Broschüren und technischen Unterlagen rund um keramische Hochleistungsbauteile und 3D-Drucklösungen für die Raumfahrt.

 

Jetzt abonnieren und nichts mehr verpassen!

Jetzt abonnieren

Weitere Blogartikel

Zur Übersicht
Flugzeugmechaniker arbeitet an der Turbine eines Flugzeugs und inspiziert diese mit einer Taschenlampe
12. August 2026

Carbon-Werkstoffe für Aerospace-Anwendungen: So gelingt die richtige Materialauswahl

In der Luft- und Raumfahrt müssen Komponenten unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Hohe mechanische Belastungen, unterschiedliche Medien sowie Reibung und Verschleiß stellen hohe Anforderungen an den eingesetzten Werkstoff. 

Gerade bei tribologisch anspruchsvollen Anwendungen beginnt die eigentliche Herausforderung deshalb lange vor der Fertigung eines Bauteils. Entscheidend ist die Frage, welcher Werkstoff die Anforderungen der jeweiligen Anwendung am besten erfüllt. 

Genau hier liegt die Kompetenz von Schunk. Als Spezialist für Carbon- und Elektrographitwerkstoffe unterstützt das Unternehmen seine Kunden dabei, den geeigneten Werkstoff auszuwählen und fertigt anschließend Komponenten nach Kundenspezifikationen.  

Luft- & Raumfahrt
 Technische Gitterstruktur aus carbonfaserverstärktem Kohlenstoff mit quadratischer Rastergeometrie für thermische Prozesse.
27. Oktober 2025

Carbon-Chargiergestelle vs. Stahl: Energieeffizienz in der industriellen Wärmebehandlung

In der industriellen Wärmebehandlung – etwa beim Härten, Sintern oder Löten – sind Energieverbrauch und Prozessstabilität entscheidende Faktoren. Werkstückträger und Chargiergestelle beeinflussen diese Parameter maßgeblich. Während Stahlkonstruktionen durch ihre Masse und eingeschränkte Temperaturbeständigkeit oft zum Effizienzhemmnis werden, ermöglichen Chargiergestelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff (CFC) eine spürbare Senkung des Energieeinsatzes.

Luft- & Raumfahrt
Maschinenbau
Mobilität
Optische Industrie