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80 Fahrzeuge werden schnell auf der Strecke und langsam im Depot aufgeladen

Elektrobusse in Krakau: Deshalb nutzt die Stadt eine Ladelösung für Tag und Nacht

Lesezeit: 4 Minute(n)
Datum: 12. September 2022
Mobilität

Elektrobus-Laden in Krakau: Wie unterschiedliche Busse und Ladesysteme zusammenspielen

Busse von Solaris und Irizar. Ladesysteme von Medcom, ZPUE Włoszczowa und Ekoenergetyka. Für MPK Kraków müssen all diese Komponenten im täglichen Betrieb zuverlässig zusammenspielen.

Genau diese Herausforderung entsteht, wenn Elektrobusflotten wachsen. Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur kommen im Laufe der Zeit hinzu, häufig von unterschiedlichen Herstellern. Der Ladeprozess muss trotzdem einheitlich und zuverlässig funktionieren.

In Krakau stellt Schunk Smart Charging die konduktive Schnittstelle zwischen den Elektrobussen und der Ladeinfrastruktur bereit. Das System ist dort seit 2017 im Einsatz.

Elektrobus-Laden in Krakau: Wie unterschiedliche Busse und Ladesysteme zusammenspielen

Elektrobus-Laden in Krakau auf einen Blick

Die Installation umfasst:

  • 132 Schunk Pantographen für Solaris-Busse
  • 26 Schunk Pantographen für Irizar-Busse
  • 130 Kontakthauben
  • 19 Outdoor-Ladepunkte für Opportunity Charging
  • rund 30 Ladezyklen pro Tag
  • Ladesysteme von Medcom, ZPUE Włoszczowa und Ekoenergetyka

Die Zahlen zeigen eine Ladeinfrastruktur, die über Jahre gewachsen ist und heute Fahrzeuge und Ladetechnik verschiedener Hersteller miteinander verbindet.

Eine Ladeschnittstelle für unterschiedliche Fahrzeuge und Ladesysteme

Für MPK Kraków ist Interoperabilität eine konkrete Anforderung im täglichen Betrieb.

Schunk liefert die Pantographen und Kontakthauben, die die physische Verbindung zwischen Fahrzeug und Ladestation herstellen.

Der auf dem Fahrzeugdach montierte Pantograph arbeitet nach dem Bus-Up-Prinzip. Am Ladepunkt fährt er automatisch nach oben und verbindet sich mit der Kontakthaube oberhalb des Busses.

Ein manuelles Anschließen von Ladekabeln ist nicht erforderlich. Sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist, fährt der Pantograph wieder ein und der Bus kann seine Route fortsetzen.

Eine einheitliche Ladeschnittstelle gibt dem Betreiber zudem mehr Flexibilität, wenn weitere Fahrzeuge oder Ladegeräte in das bestehende Netz integriert werden.
 

Opportunity Charging im täglichen Linienbetrieb

Das Laden einer Elektrobusflotte muss in den Fahrplan passen.

In Krakau stehen dafür 19 Outdoor-Ladepunkte für Opportunity Charging zur Verfügung. Pro Tag finden dort rund 30 Ladezyklen statt.

Die Busse können so zwischen einzelnen Fahrten zusätzliche Energie aufnehmen, ohne ausschließlich zum Laden in das Depot zurückkehren zu müssen.

Das Depotladen ergänzt dieses Konzept durch längere Ladezeiten außerhalb des regulären Fahrbetriebs. Beide Ladearten geben dem Betreiber die Möglichkeit, die Energieversorgung an Strecke, Fahrplan und Einsatzprofil anzupassen.

Ladeinfrastruktur für eine wachsende Elektrobusflotte

Elektrobusflotten bleiben selten unverändert. Weitere Fahrzeuge kommen hinzu, zusätzliche Linien werden elektrifiziert und die Ladeinfrastruktur wird erweitert.

Krakau zeigt, wie eine einheitliche Ladeschnittstelle diese Entwicklung unterstützen kann. Seit 2017 verbindet Schunk Smart Charging dort Busse von zwei Herstellern mit Ladetechnik von drei unterschiedlichen Anbietern.

Für den Betreiber reduziert das die Abhängigkeit zwischen einem bestimmten Fahrzeug und einer bestimmten Ladegerätekonfiguration. Gleichzeitig können Flotte und Ladeinfrastruktur weiterentwickelt werden.

Wie Schunk Smart Charging den Betrieb von Elektrobussen unterstützt

Schunk entwickelt automatisierte konduktive Ladesysteme für Elektrobusse und andere batterieelektrische Fahrzeuge.

In Krakau verbindet das System Fahrzeug und Ladeinfrastruktur automatisch und unterstützt sowohl das Opportunity Charging während des laufenden Betriebs als auch das Laden im Depot.

Für Betreiber ergeben sich daraus konkrete Vorteile:

  • automatische Verbindung zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur
  • Integration von Bussen und Ladesystemen unterschiedlicher Hersteller
  • Opportunity Charging innerhalb des regulären Fahrplans
  • kein manuelles Anschließen von Ladekabeln beim Pantographenladen
  • mehr Flexibilität beim Ausbau von Elektrobusflotte und Ladeinfrastruktur

Die Installation in Krakau ist seit 2017 in Betrieb und zeigt, wie automatisiertes Elektrobus-Laden langfristig in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden kann.

Häufige Fragen zum Elektrobus-Laden in Krakau

Welche Elektrobusse nutzen Schunk Smart Charging in Krakau?

In Krakau kommen Elektrobusse von Solaris und Irizar zum Einsatz. Schunk hat 132 Pantographen für Solaris-Busse und 26 Pantographen für Irizar-Busse geliefert.

Welche Hersteller von Ladesystemen sind in Krakau im Einsatz?

Die Ladeinfrastruktur umfasst Systeme von Medcom, ZPUE Włoszczowa und Ekoenergetyka.

Wie viele Schunk Pantographen sind in Krakau installiert?

Insgesamt sind 158 Schunk Pantographen installiert.

Wie funktioniert das Pantographenladen bei Elektrobussen?

Ein auf dem Dach des Busses montierter Pantograph fährt am Ladepunkt automatisch aus und verbindet sich mit dem darüberliegenden Kontaktsystem. So entsteht die konduktive Ladeverbindung, ohne dass ein Ladekabel manuell angeschlossen werden muss.

Wie wird Opportunity Charging in Krakau genutzt?

Krakau verfügt über 19 Outdoor-Ladepunkte für Opportunity Charging. Dort finden rund 30 Ladezyklen pro Tag statt. So können die Busse während ihres regulären Einsatzes zusätzliche Energie aufnehmen.

Mehr über automatisiertes Laden von Elektrobussen

Erfahren Sie mehr über Schunk Smart Charging für Elektrofahrzeuge sowie über Lösungen für Opportunity Charging, Depotladen und automatisiertes konduktives Laden.

Sie planen ein Elektrobusprojekt oder arbeiten mit Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur unterschiedlicher Hersteller? Sprechen Sie mit dem Schunk Smart Charging Team über die passende Schnittstelle für Ihre Anwendung.

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