E-MOBILITÄT

Komponenten für den elektrifizierten Antrieb

Die Elektromobilität stellt neue Anforderungen an Werkstoffe und Fertigungsverfahren. Elektromotoren müssen bei hohen Drehzahlen und Temperaturen dauerhaft zuverlässig arbeiten, Aktuatoren sollen kleiner und effizienter werden. Schunk Sinter Metals entwickelt und fertigt E-Mobilitäts-Komponenten mit zwei komplementären Verfahren – dem Axialpressverfahren für hochvolumige Formteile und dem Metallpulverspritzguss (MIM) für geometrisch anspruchsvolle Präzisionsbauteile. 

 Elektroauto mit eingestecktem Ladekabel vor einem modernen Gebäude

Zwei Fertigungsverfahren – ein Ansprechpartner

Das Axialpressverfahren ist das bewährte Standardverfahren für einfache bis mittlere Bauteilgeometrien in hohen Stückzahlen. Presskräfte von 30 bis 8.000 kN, höchste Prozessstabilität und wirtschaftliche Großserienfertigung machen es zur ersten Wahl für Zahnräder, Lager, Nocken und Funktionsbauteile, die in Millionenserie gefertigt werden müssen. 

Der Metallpulverspritzguss (MIM) erschließt Geometrien, die mit dem Axialpressverfahren nicht realisierbar sind: Hinterschnitte, Gewinde, dünne Wandstärken ab 0,4 mm und dreidimensionale Freiformflächen – direkt aus dem Prozess, ohne aufwendige Nachbearbeitung. MIM-Bauteile erreichen im Serienprozess Dichten von mindestens 96 % und mehr sowie mechanische Eigenschaften, die mit Schmiedeteilen vergleichbar sind. 

Unsere Sintermetall-Bauteile für die E-Mobilität 

 

  • Elektromotoren: Lagerbuchsen zur Verstärkung der Lagersitze in Leichtmetallgehäusen. Für einen passgenauen Sitz von Kugel-/Rollenlagern und Kompensation der thermischen Ausdehnung. Spulenträger für Statoren, gefertigt im MIM-Verfahren, ermöglichen komplexe Wicklungsgeometrien mit höchster Maßhaltigkeit. 
  • Weichmagnetische Bauteile (SMC): Rotoren und Statoren aus weichmagnetischen Sinterverbundwerkstoffen zeichnen sich durch dreidimensionale Flusslenkung, geringe Ummagnetisierungsverluste und isotrope Eigenschaften aus – ideal für hochpolige und hochfrequente Maschinen wie Axialflussmotoren.  
  • Leistungselektronik-Kühlung – Kupfer-MIM für Cold Plates: Steigende Leistungsdichten in Invertern und Onboard-Chargern erfordern Kühllösungen, die konventionelle Fertigungsverfahren an ihre Grenzen bringen. Schunk Sintermetalltechnik fertigt im Kupfer-MIM-Verfahren geschlossene Flüssigkeitskühler (Cold Plates) mit integrierten Pin-Fin-Strukturen und komplexen Innenkanälen – Geometrien, die spanend in Kupfer prohibitiv teuer wären. Das gesinterte Kupfer-MIM-Gefüge erreicht dabei nahezu volle Dichte und damit eine thermische Leitfähigkeit, die der von Massivkupfer nahekommt.  
  • Kühlmittelpumpen: Sinterlager und Dichtungen für elektrische Kühlmittelpumpen – im Axialpressverfahren für Standardgeometrien, im MIM-Verfahren für komplexere Innengeometrien. Hervorragende tribologische Eigenschaften im Dauerbetrieb, korrosionsbeständig, formstabil. 
  • Aktuatoren: Anker, Polkerne und Funktionsbauteile für elektromagnetische Aktuatoren. Einfachere Geometrien wirtschaftlich im Axialpressverfahren, komplexe Innengeometrien und Hinterschnitte direkt im MIM-Prozess realisiert. 
  • Getriebe- und Antriebskomponenten: Zahnräder, Hohlräder, Planetenträger und -räder für elektrische Achsgetriebe.– je nach Geometrie und Stückzahl im Axialpressverfahren oder MIM gefertigt, mit höchster Verzahnungsqualität und Laufruhe. 
  • Positionstargets für Synchron- und Asynchronmaschinen: Moderne Maschinen müssen geregelt werden, um Leistung, Komfort oder Ökologie zu optimieren. Zu diesem Zweck nehmen vielfältige Sensoren die Drehbewegung von Achsen hochpräzise auf. Die taktgebenden Geometrien lassen sich bevorzugt mit dem Sinterverfahren herstellen. Die Kombination aus Geometrie und Präzision ist dabei die Stärke der Sintertechnologie. 

  • Hochfeste Zahnräder: Pulvermetallurgisch (PM) hergestellte Zahn- und Kettenräder von Schunk zeichnen sich durch Gewichts- und Kostenvorteile im Vergleich zur konventionellen Stahlbearbeitungstechnik aus. Die poröse Struktur von PM-Komponenten bietet zusätzlich die Möglichkeit, die geräuschreduzierenden Eigenschaften des Grundmaterials zur Verbesserung des NVH-Verhaltens zu nutzen. 

Ihre Vorteile mit Schunk Sinter Metals für die E-Mobilität

  • Axialpressverfahren und MIM aus einer Hand – das richtige Verfahren für jede Anforderung 

  • Weichmagnetische SMC-Werkstoffe für minimale Ummagnetisierungs- und Wirbelstromverluste 

  • Lagerbuchsen zur Verstärkung der Lagersitze in Leichtmetallgehäusen. 

  • MIM: Isotrope Materialeigenschaften für dreidimensionale Flusslenkung 

  • Ressourceneffiziente Fertigung durch nahezu 100 % Materialausnutzung 

  • Entwicklungspartnerschaft von der Konzeptphase bis zur Serienfreigabe 

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Schunk Group
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