Hessischer Wirtschaftsminister Mansoori besucht die Schunk Group in Heuchelheim




Heuchelheim, 26.08.2026 – Bei einem Werksrundgang informierte sich der Staatsminister, begleitet von der Landtagsabgeordneten Nina Heidt-Sommer, über die Werkstoffkompetenz von Schunk in Heuchelheim. Im Mittelpunkt standen dabei die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich Kohlenstoff- und Graphitwerkstoffe sowie die am Standort gebündelten Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen. Darüber hinaus erhielt Mansoori Einblicke in das breite Portfolio des Technologiekonzerns, dessen Lösungen unter anderem in der Halbleiterfertigung, der Luft- und Raumfahrt sowie im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zum Einsatz kommen.
„In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen sind eigene Entwicklungs- und Werkstoffkompetenzen in Deutschland ein entscheidender Erfolgsfaktor“, sagte Peter R. Manolopoulos, CEO der Schunk Group. „Als Stiftungsunternehmen investieren wir deshalb langfristig in Forschung, Entwicklung und Produktion und stärken damit die Innovationskraft, industrielle Wertschöpfung und Resilienz von Deutschland und Europa.“
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, wie das Unternehmen bereits heute zur wirtschaftlichen und technologischen Stärke Deutschlands beiträgt. Mit der weltweit ersten Recycling-Fabrik für Siliziumcarbid (RECOSiC) investiert Schunk in eine nachhaltige und unabhängige Versorgung mit kritischen Rohstoffen in Europa. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen keramische Schutzlösungen für Sicherheitskräfte und militärische Anwendungen. Auch bei der Elektrifizierung und Digitalisierung von Verkehr und Logistik unterstützt Schunk seine Kunden mit intelligenten Stromabnehmern für den Schienenverkehr sowie automatisierten Ladelösungen für E-Busse und E-Lkw.
„Hessen ist ein starkes Industrieland – und das soll auch so bleiben. Dafür brauchen wir Unternehmen, die hier investieren, forschen, produzieren und gute Arbeitsplätze sichern. Schunk zeigt, wie viel technologische Kompetenz in unseren Regionen steckt. Gerade in einer Zeit wachsender internationaler Abhängigkeiten ist das von strategischer Bedeutung: Wer Schlüsseltechnologien beherrscht und kritische Rohstoffe wiederverwerten kann, stärkt nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch unsere wirtschaftliche Souveränität. Made in Hessen ist deshalb weit mehr als ein Herkunftssiegel. Es steht für Innovation, industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze“, betonte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.
Mit rund 4.000 Beschäftigten in Mittelhessen ist die Schunk Group einer der größten industriellen Arbeitgeber der Region. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds investierte das Unternehmen im Jahr 2025 mehr als 100 Millionen Euro. Eine Eigenkapitalquote von 70 Prozent bildet dabei die Grundlage für langfristiges und unabhängiges Handeln. Der Besuch unterstreicht die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Politik und Industrie, um Innovation, Wertschöpfung und nachhaltiges Wachstum in Hessen und Deutschland zu stärken.