Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid für maritime Dichtungssysteme
Lesezeit: 2 Minute(n)
Datum: 27. August 2026
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CarSIK-CT: mehr Sicherheit bei maritimen Dichtungen
Der Gleitring aus reaktionsgebundenem Siliziumkarbid lässt sich ohne Verlust der Dichtwirkung teilen und von außen um die Welle montieren. Eingelagerte Graphitpartikel sorgen zusätzlich für zuverlässige Notlaufeigenschaften – ideal für anspruchsvolle Anwendungen in der Marineindustrie.
Dichtungssysteme für anspruchsvolle Bedingungen auf See
Schottabdichtungen, Stevenrohrabdichtungen oder Dichtungen für U-Boote müssen über lange Zeit sicher funktionieren. Verschleiß, Temperatur und unterschiedliche Medien stellen dabei hohe Anforderungen an Material und Bauteil.
Schunk unterstützt Hersteller maritimer Dichtungssysteme mit Werkstoffkompetenz und präzise gefertigten Dichtungsringen aus Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid. Je nach Einsatz kommen unterschiedliche Materialqualitäten und Bauformen infrage.
Was der Werkstoff leisten muss
Welcher Werkstoff für eine maritime Dichtungsanwendung geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Betriebsbedingungen spielen Verschleiß- und Medienbeständigkeit ebenso eine Rolle wie Festigkeit, Wärmeleitfähigkeit oder Temperaturbeständigkeit.
Für Marine-Dichtungen setzt Schunk unter anderem auf Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid. Innerhalb dieser Werkstoffgruppen stehen verschiedene Qualitäten mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften zur Verfügung.
Werkstoff
42Z5
42A
82Z5
82A
FH NT
CarSIK CT
Werkstoffgruppe
Kohlenstoffgraphit
Kohlenstoffgraphit
Kohlenstoffgraphit
Kohlenstoffgraphit
SiSiC
SiSiC+C
Biegefestigkeit [MPa]
60
80
75
90
280
120
Druckfestigkeit [MPa]
210
250
250
350
3.000
650
Wärmeleitfähigkeit [W/mK]
11
13
8
9
120
120
Temperaturbeständigkeit, oxidierend [°C]
200
350
200
350
1.380
1.380
Die angegebenen Werte sind typische, nicht verbindliche Erfahrungswerte. Werkstoff- und Fertigungsschwankungen sind zu berücksichtigen.
Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich die Eigenschaftsprofile ausfallen. Welches Material für eine Dichtungsanwendung infrage kommt, hängt daher von den konkreten Einsatzbedingungen ab.
Wenn ein Dichtungsring aus mehreren Teilen die bessere Lösung ist
Neben dem Material spielt die Bauform eine wichtige Rolle. Nicht jede Einbausituation erlaubt den Einsatz eines einteiligen Dichtungsrings.
Für solche Fälle fertigt Schunk segmentierte Dichtungsringe. Die mehrteilige Ausführung eignet sich besonders für Einbausituationen, in denen ein einteiliger Ring nicht eingesetzt werden kann.
Das Spektrum reicht von kleinen bis zu sehr großen Durchmessern sowie von Einzelanfertigungen bis zur Serienfertigung. Material und Ausführung lassen sich so passend zur jeweiligen Anwendung wählen.
Vom Rohstoff zum fertigen Dichtungsring
Technische Kennwerte allein machen noch keine leistungsfähige Komponente. Auch die Fertigungsqualität spielt eine wesentliche Rolle.
Schunk verarbeitet Rohstoffe, die nach exakten Spezifikationen ausgewählt oder definiert behandelt werden. Die anschließenden Fertigungsprozesse folgen ebenfalls präzisen technischen Vorgaben.
So entstehen Dichtungsringe aus Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid, die auf hohe Verschleiß-, Temperatur- und Medienbeständigkeit sowie lange Standzeiten ausgelegt sind. Neben standardisierten Prozessen sind auch kundenspezifische Lösungen möglich.
Für Schott-, Stevenrohr- und U-Boot-Dichtungen
Eine Stevenrohrabdichtung stellt andere Anforderungen als eine Schott- oder U-Boot-Dichtung. Auch Abmessungen und Montagesituation können sich deutlich unterscheiden.
Je nach Anwendung stehen unterschiedliche Werkstoffqualitäten sowie einteilige und segmentierte Dichtungsringe zur Verfügung. Langlebige und wartungsarme Lösungen tragen dabei zu einer hohen Prozesssicherheit bei.
Fazit: Material und Bauform gemeinsam betrachten
Bei maritimen Dichtungen müssen Materialeigenschaften, Bauform und Fertigungsqualität zusammenpassen. Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid bieten unterschiedliche Eigenschaftsprofile, während einteilige und segmentierte Dichtungsringe verschiedene Einbausituationen abdecken.
Schunk verbindet Werkstoffkompetenz mit präziser Fertigung – vom Einzelstück bis zur Serie und auch für kundenspezifische Lösungen.
Interessiert an weiteren Informationen?
Hier finden Sie relevante Broschüren, technische Dokumente und weiterführende Informationen zu Dichtungsringen aus Kohlenstoffgraphit und Siliziumkarbid für maritime Anwendungen.
Erfahren Sie mehr über die Werkstoff- und Komponentenlösungen von Schunk Carbon Technology für Gleitringe, Dichtungsringe und Gleitlager unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
CarSIK-CT: mehr Sicherheit bei maritimen Dichtungen
Der Gleitring aus reaktionsgebundenem Siliziumkarbid lässt sich ohne Verlust der Dichtwirkung teilen und von außen um die Welle montieren. Eingelagerte Graphitpartikel sorgen zusätzlich für zuverlässige Notlaufeigenschaften – ideal für anspruchsvolle Anwendungen in der Marineindustrie.