Schunk Group erwirbt ESK-SIC






Die Schunk Group hat zum 1.1.2025 den Rohstoffhersteller ESK-SIC vollständig übernommen. Mit der Akquisition erweitert Schunk sein Produktportfolio um die Herstellung und den Vertrieb des strategisch wichtigen Rohstoffs Siliziumkarbid.
„ESK-SIC ist der führende Hersteller von qualitativ hochwertigem Siliziumkarbidpulver, das Schunk in seiner Business Unit Technical Ceramics als Ausgangsmaterial für den 3D-Druck von Hightech-Produkten nutzt. Mit der Akquisition erweitern wir unser Portfolio um die Herstellung und den Vertrieb des strategisch wichtigen Rohstoffs Siliziumkarbid. Dies wird Schunk neue Wachstumsmöglichkeiten mit diesem Hochleistungswerkstoff ermöglichen, der im Markt stark nachgefragt wird“, sagt Peter R. Manolopoulos, CEO der Schunk Group.
Langjährige Zusammenarbeit zwischen ESK-SIC und Schunk
ESK-SIC ist auf die Herstellung von Siliziumkarbidpulver spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1922 gegründet, hat seit 1952 seinen Sitz in Frechen bei Köln und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter. Die Firmen ESK-SIC und Schunk arbeiten bereits seit Jahren intensiv zusammen und haben gemeinsam zahlreiche Innovationen wie das IntrinSiC, den 3D-Druck des diamantharten SiC, ermöglicht.
Bahnbrechendes Recycling eines wichtigen Rohstoffs
Gemeinsam planen die Firmen eine Siliziumkarbid-Produktion mit dem neuentwickelten Recyclingverfahren von ESK-SIC. „Damit schaffen wir die Basis für die neuen bahnbrechenden RECOSiC-Pulver“, sagt Matthias Hausmann, Geschäftsführer von ESK-SIC. Diese Pulver bieten einzigartige technische Eigenschaften und ermöglichen es gleichzeitig die CO2-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Siliziumkarbid-Synthese um bis zu 80 Prozent zu reduzieren, so Hausmann weiter. „Ich freue mich daher sehr, dass ESK-SIC nun Teil der Schunk Group ist und das neue Recyclingverfahren damit im industriellen Maßstab realisiert werden kann.“
Die Übernahme von ESK-SIC durch Schunk hat auch eine hohe Relevanz über die beiden Unternehmen hinaus. „Mit dem Recycling von Siliziumkarbid sichern ESK-SIC und Schunk die Unabhängigkeit Europas bei der Versorgung mit diesem wichtigen Rohstoff und damit eine Bezugsquelle für Siliziumkarbid für die keramische Industrie und ihre Kunden“, betont Dr. Ulrich von Hülsen, COO von Schunk und verantwortlich für das Werkstoffgeschäft des Technologiekonzerns.
Mehrwert für Kunden
Die Bündelung der Kompetenzen von ESK-SIC als Hersteller von hochqualitativen Siliziumkarbid-Pulvern und Schunk als einem führenden Unternehmen in der Herstellung von Siliziumkarbidkeramiken ermöglicht zudem die Entwicklung gänzlich neuer und verbesserter Werkstoffe. „Damit bieten wir den bestehenden und zukünftigen Kunden von ESK-SIC einen echten Mehrwert in der Nutzung des Hightech-Werkstoffs Siliziumkarbid“, sagt Dr. Lars Schnetter, Leiter der Business Unit Technical Ceramics von Schunk.