„Froh und auch stolz, dass wir Sie haben!“








Seit 1934 schützt die Werkfeuerwehr von Schunk am Standort Heuchelheim die Beschäftigen des Technologiekonzerns ebenso wie die Anlieger. Am Freitag wurde zusammen mit zahlreichen Gästen aus Politik und Feuerwehren das 90. Jubiläum gefeiert.
„Ohne Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Feuerwehr, könnte es Schunk in dieser Form hier in Heuchelheim gar nicht geben“, sagte Peter R. Manolopoulos, CEO von Schunk, bei der Feierstunde zu den Feuerwehrleuten von Schunk. Denn als Technologiekonzern mit einer großen industriellen Fertigung müsse Schunk jederzeit in der Lage sein, seine Beschäftigten und die Anlieger vor möglichen Gefahren zu schützen.
Dabei sei es ganz ausschlaggebend, dass Schunk eine eigene Feuerwehr im Werk habe, so Manolopoulos weiter. „Denn Sie, liebe Feuerwehrleute, kennen den Standort, Sie haben beste Orts- und Anlagenkenntnisse.“ Die Werkfeuerwehr von Schunk besteht ausschließlich aus Betriebsangehörigen – das garantiert schnelle Eingriffszeiten, sowohl tagsüber, als auch nachts oder an Wochenenden und Feiertagen.
„Ich möchte daher ganz klar sagen: Wir sind alle froh und auch stolz, dass wir Sie haben. Und im Namen der Geschäftsführung und aller Beschäftigten hier am Standort möchte ich Ihnen für Ihren Einsatz für die Schunk Group ganz herzlich danken.“
Schutz für Mitarbeiter und Anlieger
Auch Claudia Coburger-Becker, Leiterin der Abteilung II – Arbeitsschutz und Inneres der Regierungspräsidiums, unterstrich in ihrem Grußwort als Vertreterin des Regierungspräsidenten die große Bedeutung der Werkfeuerwehr von Schunk für die Sicherheit nicht nur im Betrieb, sondern auch darüber hinaus.
Durch die Geschichte der Werkfeuerwehr führten Gunthard Sommer, der Vorsitzende des Vorstands der Ludwig-Schunk-Stiftung, sowie Sascha Langer, Leiter der Werkfeuerwehr. Wenige Jahre bevor Ludwig Schunk 1918 den Windhof kaufte und sein Unternehmen zur Fertigung von Kohlebürsten hier ansiedelte, war das frühere Ausflugslokal bei einem Brand stark beschädigt worden.
Mit Spritze und Leiter
Gegründet wurde die Wehr von Schunk im Jahr 1934, vermutlich unter dem Eindruck eines Brandes in einem nahegelegenen Sägewerk im Heuchelheimer Industriegebiet Abendstern. Zehn Mitarbeiter fanden sich seinerzeit für die Feuerwehr von Schunk zusammen, um sich für den Brandschutz einzusetzen. Ausgestattet waren sie mit einer Tragkraftspritze TS 8, Schläuchen und Strahlrohren sowie einer mechanischen Leiter mit einer Einsatzhöhe von 17 Metern.
So wie das Unternehmen Schunk wuchs, wuchsen parallel auch die Anforderungen und die Ausstattung der Feuerwehr. 1953 wurde die Wehr von der Gemeinde Heuchelheim als Werkfeuerwehr anerkannt, die Mannschaftsstärke lag seinerzeit bei 34.
Oldtimer-Feuerwehrauto zu Besuch
Das erste richtige Löschfahrzeug kam erst im Jahr 1981. Und hier zeigt sich die gute Partnerschaft zwischen der Werkfeuerwehr und den Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim. Denn von ihnen konnte der LF 8 Typ Borgward B2000, Baujahr 1953, übernommen werden. Er wurde 16 Jahre später, als sich der Fuhrpark der Wehr von Schunk erweitert hatte, wieder an die Heuchelheimer Brandschützer zurückgegeben. Bis heute tut er seinen Dienst bei Ausstellungen und Oldtimertreffen und war beim Jubiläum von Schunk vor Ort, wo er von den Gästen bewundert wurde.
Den ganzen Tag über gab es einen Tag der offenen Tür für die Beschäftigten von Schunk sowie die Familien der Feuerwehrleute – mit Fahrzeugausstellung, Bildercollagen der Historie, Brandschutzerziehung und Aufklärung, Löschtrainer und einer Hüpfburg für die Kinder.