Kohlebürsten: kleine Komponenten, große Aufgaben
So vielfältig wie ihre Anwendungen sind auch die Kohlebürsten selbst. Welche Ausführung die richtige ist, hängt vom Anwendungsfall, vom verfügbaren Bauraum sowie von der elektrischen und mechanischen Auslegung ab. Elektrisch spielen Stromstärke und Leistung eine Rolle. Mechanisch zählen die einwirkenden Kräfte, etwa die Anpresskraft auf den Kommutator, Vibrationen und Schwingungen oder die Unrundheit des Kommutators. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Themen vor, die bei der Auslegung von Kohlebürsten relevant sind.
Der Werkstoff
Grundlage für die Werkstoffauswahl sind jahrzehntelange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit OEMs und Anlagenbetreibern sowie Informationen über die jeweilige Anwendung. Darüber hinaus spielen zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle:
- elektrische Kenndaten
- Betriebsdaten
- Umfangs- bzw. Gleitgeschwindigkeit
- Umgebungsbedingungen wie Staub, Luftfeuchtigkeit, umgebende Medien und Temperatur
- Gegenlaufmaterial
- Stärke der Vibrationen
- Funkstörung
Die Lauffläche – im Kontakt mit dem Gegenlaufpartner
Eine passend gestaltete Laufflächengeometrie und gegebenenfalls unterschiedliche Imprägnierungen sorgen dafür, dass sich die Kohlebürste schnell an ihren Gegenlaufpartner anpasst. So lassen sich Vorschädigungen, vorzeitiger Verschleiß und langwierige Einlaufzyklen der Gleitkontakte vermeiden.