Schunk und 3D-Druck-Experte ExOne kooperieren

Werkstoffspezialist integriert Metal-Binder-Jetting in bestehende Serienfertigung

  • Werkstoffspezialist integriert Metal-Binder-Jetting in bestehende Serienfertigung
    Freuen sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Eric Bader (Managing Director ExOne), Tobias Heusel (Global Account Manager Schunk ), Daniel Alfonso (Global Business Development Manager Schunk), Alexander Gatej (Innovation Manager Schunk) und Frank Betzler (Regional Sales Manager ExOne) Looking forward to a successful cooperation: Eric Bader (Managing Director ExOne), Tobias Heusel (Global Account Manager Schunk ), Daniel Alfonso (Global Business Development Manager Schunk), Alexander Gatej (Innovation Manager Schunk) and Frank Betzler (Regional Sales Manager ExOne)

Schunk setzt in Zukunft auf 3D-Druck-Technologie des führenden Anlagenherstellers ExOne. Damit ergänzt der Werkstoffspezialist seine Serienfertigung von Sinterkomponenten um ein innovatives Formgebungsverfahren. Je nach Bauteil, Anwendung und Stückzahl können Kunden dann zwischen drei Verfahren auswählen: Axialpressen, Metallpulverspritzguss und – ganz neu: 3D-Druck mit der Metal Binder Jetting-Technologie.

„Wenn wir morgen noch ein attraktiver Entwicklungspartner sein wollen, müssen wir Technologien nutzen und weiterentwickeln, die unsere Kunden voranbringen. Mit unseren bisherigen Sintermetallkomponenten für Verbrennungsmotoren allein können wir das nicht länger leisten,“ erläutert Global Account Manager Tobias Heusel die Herausforderung, vor der Schunk Sinter Metals am Standort Thale steht. „Deshalb wollen wir innovative 3D-Druck-Technologien in unsere bestehende Serienfertigung integrieren und mit neuen Produkten neue Anwendungen und Märkte erschließen.“

Bisher produziert Schunk in Thale mit zwei Serientechnologien, dem Axialpressen und dem Metallpulverspritzguss, und fertigt damit Stückzahlen ab 100.000 Stück. Auf die umfangreiche Materialkompetenz des Unternehmens, das mit einem akkreditierten Prüflabor ausgestattet ist, verlassen sich seit vielen Jahren Kunden aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie.  

Mit der zunehmenden Abkehr vom traditionellen Verbrennungsmotor und dem Wandel zu neuen Antriebsarten können die Produktionsstückzahlen variieren. Ziel ist es deshalb mit neuen Anlagen und unter Nutzung bestehender Serienanlagen und -einrichtungen flexibler in der Erprobung und Herstellung zu agieren und neue Geometrien für jegliche Antriebsarten fertigen zu  können.

So profitieren Kunden von der Metal Binder Jetting-Technologie in der Großserienfertigung

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Schunk in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit ExOne. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Herstellung von 3D-Druck-Anlagen mit Binder Jetting-Technologie, einem additiven Fertigungsverfahren, bei dem das Metallpulver mittels eines Binders miteinander verklebt wird. Das Resultat ist ein sehr schneller Druckprozess, der ohne Stützgeometrie auskommt und den gesamten Bauraum ausnutzt. So entstehen mehr Bauteile in weniger Zeit im Vergleich zum  Laserstrahlschmelzen.

Für seine Kunden sieht Schunk darin vier Vorteile:

  1. Geringe Kosten: Metal Binder Jetting ist bis zu 100 mal schneller und damit sehr viel kosteneffizienter als andere 3D-Druck-Verfahren.
     
  2. Hohe Stückzahlen: Metal Binder Jetting ist schnell und kostengünstig genug, um damit auch Großserien fertigen zu können.
     
  3. Designfreiheit: Mit dem 3D-Druck-Verfahren lassen sich selbst komplexe Geometrien, wie zum Beispiel Hinterschnitte, realisieren. Kostenintensives Nachbearbeiten entfällt aufgrund der endkonturnahen Herstellung. Designänderungen sind ohne Werkzeugkosten möglich.
  1. Große Werkstoffauswahl: Schunk kann mit dieser Technologie und seiner Materialkompetenz dieselben Werkstoffe verwenden, die bereits in der Serienfertigung eingesetzt werden. Die Auswahl umfasst: Kupfer, Kupferlegierungen, Edelstahl, niedrig-legierter Stahl, Werkzeugstahl sowie nickel- und kobaltbasierte Legierungen.

 

„Durch die Kombination aus unserer Stärke im Binder Jetting sowie dem extrem fundierten Verständnis der Pulvermetallurgie und der Sintererfahrung von Schunk schaffen wir genau die Schnittmenge, die es braucht, um gemeinsam zukünftigen Kunden ein nachhaltiger Partner und Lieferant zu sein. Es braucht ein gehöriges Maß an Vision, um jetzt und hier in den 3D-Druck einzusteigen. Schunk stellt damit seinen Anspruch auf Neuentwicklungen eindeutig unter Beweis“, so Eric Bader, Managing Director ExOne GmbH, über die Potenziale der Zusammenarbeit.

Auch für Daniel Alfonso, Global Business Development Manager Metal Additive Manufacturing bei Schunk, liegen die Vorteile dieser Kooperation auf der Hand: „Die Zusammenarbeit mit ExOne resultiert aus der steigenden Nachfrage nach der noch jungen Metall-3D-Drucktechnologie. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Akteure in der Lieferkette dieses Marktes werden wir in der Lage sein, die Entwicklungen zu beschleunigen und diese innovative Technologie weiter zu verfeinern. Und was gibt es Besseres als zwei Branchenführer wie Schunk und ExOne, die sich zusammenzuschließen, um tragfähige Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden anzubieten?“

Auch Kleinstserien und Prototypen können gedruckt werden

Grundsätzlich betritt Schunk in Sachen 3D-Druck kein Neuland. Als Werkstoffspezialist beschäftigt sich das Unternehmen bereits in verschiedenen Bereichen mit dem Thema. Sei es mit dem 3D-Druck von keramischen Werkstoffen oder von Faserverbundwerkstoffen. Hier werden innerhalb der Unternehmensgruppe Synergieeffekt genutzt und Erfahrungen ausgetauscht.

Auch in der Sintertechnologie arbeitet man bereits mit 3D-Metalldruck. Zum einen in Kooperation mit Volkswagen. Zum anderen hat Schunk seit einigen Monaten die 3D-Druck-Technologie Composite Extrusion Modeling (CEM) in die Metallpulverspritzguss-Serienfertigung für Prototypen und Kleinstserien integriert. Hier ersetzt das Druckverfahren die Spritzguss-Formgebung durch CEM-Shaping.

3D-Druck schafft neue Perspektiven

„Wir sehen uns als Entwicklungspartner unserer Kunden. Egal ob ein 3-Druck- oder eines der herkömmlichen Formgebungsverfahren für die Erfüllung ihrer Anforderungen am geeignetsten ist: Wir begleiten unsere Kunden von der ersten Bauteilanfrage bis zum fertigen Produkt. Dabei profitieren sie immer von hoher Qualität durch schlanke und stabile Prozesse,“ so Tobias Heusel.

Auch in Zukunft setzt Schunk auf Märkte wie Automobil und Luftfahrt. Zusätzlich geht man davon aus, dass der 3D-Druck in Zukunft sehr große Flexibilität bringen wird und somit die Möglichkeit, komplexe Komponenten für unterschiedlichste Industrien herzustellen. Interesse gibt es zum Beispiel bereits von einem Maschinenhersteller, aber auch Bauteile für den Konsumerbereich, für weiße Ware oder die Medizinbranche sind denkbar.

 

Über ExOne

ExOne (Nasdaq: XONE) ist der Pionier und global führende Anbieter von 3D-Druckern mit Binder-Jetting-Technologie. Seit 1995 verfolgen wir unentwegt das Ziel, leistungsstarke 3D-Drucker zu liefern, welche die schwierigsten Probleme lösen und weltbewegende Innovationen ermöglichen. Unsere 3D-Drucksysteme verwandeln Pulvermaterialien – wie Metalle, Keramik, Verbundstoffe und Sand – in kürzester Zeit zu Präzisionsteilen, Metallgussformen und -kerne und innovativen Werkzeuglösungen. Industriekunden nutzen unsere Technologie, um Zeit und Geld zu sparen, Abfall zu reduzieren, ihre Fertigungsflexibilität zu verbessern sowie Designs und Produkte zu liefern, die früher unmöglich waren. ExOne unterhält ein weltweit führendes Team von Binder-Jetting-Experten und bietet spezialisierte 3D-Druckdienste an, darunter die Produktion auf Nachfrage von geschäftsentscheidenden Teilen, sowie technische und gestalterische Beratungsleistungen. Erfahren Sie mehr über ExOne unter www.exone.com oder auf Twitter unter @ExOneCo. Wir laden Sie ein, sich uns anzuschließen: #MakeMetalGreen™


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Ihr Ansprechpartner ist:

Dr. Neill Busse

Pressesprecher Schunk Group

Tel.: +49 641 608 2285

Rodheimer Straße 59
35452 Heuchelheim
Deutschland

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