„2020 herausforderndes Geschäftsjahr“

Schunk Group bleibt auch in Krise stabil und erwirtschaftet Gewinn

  • Schunk Group bleibt auch in Krise stabil und erwirtschaftet Gewinn
    Im herausfordernden Geschäftsjahr 2020 sank der Umsatz der Schunk Group deutlich. Dennoch erwirtschaftete der Technologiekonzern ein vergleichsweise gutes Ergebnis.

Die Schunk Group hat sich dank ihrer strategischen Ausrichtung abermals als sehr krisenresistent erwiesen. Angesichts der Corona-Pandemie musste der Technologiekonzern im Geschäftsjahr 2020 jedoch deutliche Umsatzeinbußen verzeichnen.

Auch auf die Schunk Group hatte die weltweite Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie einen massiven Einfluss: Der Umsatz des Technologiekonzerns ging um 11,6 Prozent zurück auf 1,198 Milliarden Euro. „Besonders drastisch war der Einbruch in der Automobilindustrie, unserem wichtigsten Absatzmarkt, hier vor allem der für Schunk wichtige europäische Markt“, erläutert Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group. Ähnlich stark betroffen war der für Schunk ebenfalls wichtige Bahnmarkt, so Dr. Roth weiter.

Gegenmaßnahmen mildern Auswirkungen ab

„2020 war ein herausforderndes Geschäftsjahr. Wir waren jedoch auf ein Krisenszenario vorbereitet und konnten daher früh und entschlossen Gegenmaßnahmen umsetzen. So waren wir in der Lage, die Auswirkungen der Krise abzumildern“, erklärt Dr. Roth. Schunk erzielte daher ein vergleichsweise gutes Ergebnis und steigerte dadurch seine ohnehin sehr gute Eigenkapitalquote weiter auf nun 68,6 Prozent. Dies ermöglichte auch eine Corona-Sonderzahlung an die weltweit rund 9.000 Beschäftigten, die darüber hinaus in diesem Jahr eine Gewinnbeteiligung für 2020 erhalten werden.

Krisenresistenz dank Diversifikation

„Unser strategisch diversifiziertes Geschäft hat uns ohne Zweifel in der Krise geholfen“, betont Dr. Roth. Mit insgesamt zehn Business Units ist der Technologiekonzern in zum Teil sehr unterschiedlichen Branchen und Märkten aktiv. „Diese Ausrichtung hat sich bereits in der Finanzkrise 2009 als sehr stabil erwiesen und sich auch jetzt – verbunden mit der hohen finanziellen Stabilität der Schunk Group – abermals bewährt“, sagt Dr. Roth.

Im Portfolio von Schunk sind Schleifringe für die Stromübertragung in einer Windkraftanlage ebenso enthalten wie Vakuumbeschichtungsanlagen für die Herstellung von hochwertigen Brillengläsern. „Der Kern unseres Geschäfts ist zum einen unser Know-how bei Hightech-Werkstoffen wie Kohlenstoff, technischer Keramik und Sintermetall und zum anderen unsere hohe Kompetenz im Maschinenbau bei den Themen Umweltsimulation, Klimatechnik, Ultraschallschweißen und Optikmaschinen“, erläutert Dr. Roth. Zwar sei der Automobilmarkt mit rund 40 Prozent des Umsatzes sehr wichtig für Schunk. „Wir sind aber nicht von ihm abhängig, sondern in vielen Märkten tätig, die jeweils eigene Zyklen haben.“

Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Auch in der Krise hat die Schunk Group ihr hohes Investitionsniveau nahezu unverändert beibehalten: 97,1 Millionen Euro flossen 2020 unter anderem in den Neubau von zwei Innovationszentren an den Standorten Heuchelheim und Reiskirchen, die im Herbst 2021 eröffnet werden und zusammen ein Investitionsvolumen von fast 30 Millionen Euro umfassen. Außerdem baute und bezog das Unternehmen im vergangenen Jahr einen neuen Standort in der Nähe von Salzburg.

Auch für 2021 sind hohe Investitionen eingeplant. Dazu zählen unter anderem die forcierte Automation in der Produktion sowie grundsätzlich die Standardisierung und Optimierung der Unternehmensprozesse, die im auf mehrere Jahre angelegten Projekt OneERP+ umgesetzt werden.

Ausblick für 2021

„Die Pandemie wird uns noch das ganze Jahr 2021 und vermutlich darüber hinaus beschäftigten. Die Unsicherheit in unseren Geschäftsfeldern bleibt hoch. Aber wir wollen und werden uns davon nicht bremsen lassen“, sagt Dr. Roth. Bislang konnte die Schunk Group weltweit Corona-Infektionsketten im Betrieb erfolgreich vermeiden und hat ihren Beschäftigten, wo immer es ging, mobiles Arbeiten ermöglicht.

„Im Zuge der Pandemie hat die Digitalisierung einen enormen Schub bekommen“, so Dr. Roth weiter. „Das gilt nicht nur für unsere internen Prozesse und die Art, wie wir digital zusammenarbeiten, sondern auch und gerade mit Blick auf unsere Kunden.“ So habe Schunk früh eine digitale Vertriebs- und Marketinginitiative gestartet, mit virtuellen Tech Days für ausgewählte Kunden, Webinaren und dem verstärkten Einsatz von Social Media-Kanälen. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und das wollen wir fortführen.“

„Success by Innovation“ geht weiter

Als Technologieunternehmen setzt die Schunk Group weiterhin auf Innovationen und führt daher die Initiative „Success by Innovation“ fort. Teil der Initiative ist ein Förderfonds von 10 Millionen Euro zur Förderung von Horizont-3-Innovationen. „Wir wollen neuartige Lösungen entwickeln, bestehende Technologien ersetzen und neue Märkte erschließen“, betont Dr. Roth. „Deshalb investieren wir ganz bewusst in Ideen abseits unseres Tagesgeschäfts, damit wir auch in zehn Jahren neue, starke Umsatzbringer im Portfolio haben.“

Durafox Ceramics für extreme Anwendungen

Ein Beispiel für den Innovationsgeist der Entwicklerinnen und Entwickler von Schunk und Beleg für ihre hohe Werkstoffkompetenz ist Durafox. Dieser neue keramische Faserverbundwerkstoff verfügt über beeindruckende Eigenschaften und hält extreme Belastungen aus, wo andere Werkstoffe früh an ihre Grenzen kommen. So sind Bauteile aus Durafox beständig gegen Thermoschock und zeigen kein sprödes Verhalten. Daher sind sie beispielsweise sehr gut für Anwendungen als Produktionshilfsmittel oder als Anlagenkomponenten beim Schmelzen von Aluminium geeignet: Bauteile aus Durafox halten die extremen Belastungen in dieser stark korrosiven und oxidierenden Umgebung bei gleichzeitig hohen Temperaturen und starken Temperaturschwankungen viel besser aus als Komponenten aus herkömmlichen Werkstoffen und haben daher eine höhere Lebensdauer.


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